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29.8.2008 : 3:19 : +0200



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Anonym surfen mit AN.ON und JonDonym

Absolute Anonymität im Internet ist nahezu unmöglich. Aber es gibt doch  Möglichkeiten, die IP-Adresse des eigenen Rechners zumindest zu verschleiern. Das wohl bekannteste deutschsprachige Projekt für mehr Anonymität beim Surfen ist AN.ON mit dem Programm JAP, entwickelt von der Technischen Universität Dresden und der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein. Die kommerzielle Version ist Mitte 2007 unter dem Namen JonDonym JonDo gestartet.  

So funktionieren JonDonym und AN.ON

Die Anonymität wird bei JAP und JonDonym dadurch erreicht, dass sich die Computer der teilnehmenden Nutzer nicht direkt mit den von ihnen aufgerufenen Webservern verbinden, sondern verschlüsselt und über mehrere Zwischenstationen. Weil stets viele User gleichzeitig diesen Weg nutzen, wird die einzelne Verbindung unter denen aller anderer Nutzer versteckt - damit kann kein Außenstehender mehr nachvollziehen, welche Verbindung nun zu welchem Surfer gehört.

Die Betreiber der einzelnen Zwischenstationen - darunter etwa der Chaos Computer Club - haben sich dabei verpflichtet, dass sie keinerlei Daten über die Benutzer speichern.


Bild: TU Dresden

 

Rechtliche Wertung und Anonymität

Das Projekt JAP geriet im Spätsommer 2003 in die Schlagzeilen, als das Bundeskriminalamt den Dienst per Gerichtsbeschluss verpflichtete, alle Zugriffe auf eine einzelne IP-Adresse zu protokollieren. Diese Anordnung wurde wenig später von einem anderen Gericht aufgehoben, weil für die Aktion des Bundeskriminalamtes "keine Rechtsgrundlage bestehe". Inzwischen hat das Landgericht Frankfurt in der mitlerweile dritten gerichtlichen Auseinandersetzung erneut bestätigt, dass das BKA unrechtmäßig gehandelt hat (Az. 5/8 Qs 26/03).

Internationalisierung gegen Vorratsdatenspeicherung

 

Von 2009 an sind Telekommunikationsdienste und Anonymisierungsdienste verpflichtet, zu protokollieren, wann und wie Bundesbürger ins internet gehen. JonDonym will seinen Dienst jedoch nach eigenen Angaben gegen die höchst umstrittene Vorratsdatenspeicherung absichern. Konkret sollen die Verbindungen der angeschlossenen Nutzer dann über mehrere Stationen im In- und ausland geführt werden. "Nur Behörden mehrerer Länder gemeinsam haben dann eine Chance, an Kommunikationsdaten von Nutzern zu gelangen - sofern diese Länder miteinander kooperieren, und die VDS nicht vorher wieder durch Verfassungsklagen abgeschafft wird", hieß es auf der Webweite des Dienstes.

Weitere Informationen und Downloads

  • Zum Download von JAP gelangen Sie hier .
  • Zum Download von JonDonym kommen Sie hier.